Das Farbenmonster

“ Komisch, durcheinander, ganz verwirrt“ fühlt sich das Farbenmonster. Es weiß gar nicht, was mit ihm los ist – so beginnt die Geschichte von Anna Lienas, mit der sich unsere „Mittelkinder im Rollenspielsetting“ gerade beschäftigen.

Gefühle, die wir zurzeit alle gut nachempfinden können und die wir auch bei den Kindern beobachten. Wir haben das Thema aufgegriffen, um den Kindern Raum zu geben ihre Emotionen auszudrücken und zu verarbeiten.

Dem Farbenmonster sind all seine Gefühle durcheinandergekommen und es fühlt sich gar nicht wohl. Seine Freundin, das Mädchen

nimmt es an die Hand. Zusammen gehen sie alle Gefühle durch und sortieren sie ein: gelb steht für die Fröhlichkeit, rot für Wut, blau für Traurigkeit, schwarz für die Angst und grün für die innere Ruhe.

Die Geschichte wirkte sehr anregend auf die Kinder und ist ein guter Aufhänger für Gespräche:  „Wie fühle ich mich, wenn…“.   . 

Obwohl Emotionen gefühlt werden, sind sie mehr als Gefühle: Wenn wir beispielsweise Freude empfinden, fühlen wir uns gut (Gefühl), weil wir z.B. ein Geschenk bekommen haben (Anlass), das uns gefällt (Bewertung des Erlebten). Dies zeigt sich dann vielleicht in einem Kribbeln im Bauch (körperliche Reaktion) und einem strahlenden Lächeln (Emotionsausdruck).

Weil sich die Emotionen direkt auf unser Leben auswirken, ist die Ausbildung der emotionsbezogenen Fertigkeiten eine sehr wichtige Entwicklungsaufgabe.

In unserem Projekt geht es um die Bereiche

  • Emotionen mimisch ausdrücken,
  • Emotionen sprachlich ausdrücken,
  • Emotionen bei anderen erkennen,
  • Emotionen verstehen und
  • Emotionen selbst regulieren.

Dieses sind die Bausteine der emotionalen Kompetenzen und Voraussetzungen für ein gesundes Sozialverhalten.

Durch verschiedene Aktivitäten und Impulse, lernen die Kinder ihre eigenen Gefühle zu erkennen und die der Anderen zu deuten. Sie beobachten beispielsweise ihre Gesichtsausdrücke und tauschen sich darüber aus. Sie ergründen und reflektieren, warum und wann sie fröhlich, traurig, wütend oder ängstlich sind. Besonders bei negativen Gefühlen brauchen die Kinder Möglichkeiten, um sich damit auseinander setzen zu können und Lösungsstrategien zu entwickeln, denn auch negative Emotionen sind niemals unbegründet.

Mit dem Projekt wollen wir die Kinder auf ihrem Weg zu

empathischen und selbstbewussten Persönlichkeiten,

die liebevoll mit sich und anderen umgehen

begleiten und unterstützen.