Im Rahmen unseres diesjährigen Jahresprojekts begeben wir uns gemeinsam mit den Kindern auf eine besondere Entdeckungsreise: Wir lernen die 10 Gebote kennen – kindgerecht, lebensnah und mit allen Sinnen erfahrbar.
Bevor wir mit dem Projekt gestartet sind, hat sich unser religionspädagogischer Arbeitskreis, bestehend aus den Teams aller fünf Kindergärten, intensiv mit den 10 Geboten beschäftigt. Gemeinsam haben wir darüber nachgedacht, wie sich die Inhalte verständlich und greifbar für Kinder vermitteln lassen.
Dabei war es uns besonders wichtig, die Gebote in eine Sprache zu übersetzen, die an die Lebenswelt der Kinder anknüpft. So entstehen Impulse, die die Kinder zum Nachdenken, Fragen, Mitmachen und gemeinsamen Erleben einladen.
Im Laufe des Jahres werden die Kinder die einzelnen Gebote auf vielfältige Weise kennenlernen – durch Geschichten, Gespräche, kreative Angebote, Spiele und gemeinsame Erfahrungen im Alltag. Dabei entdecken sie, dass die 10 Gebote auch heute noch Orientierung geben und ein wertvolles Miteinander fördern können.
Als erstes beschäftigten wir uns mit dem Gebot: „Ich bin dein Gott, der dir Leben und Zukunft schenkt.“
Gemeinsam mit den Kindern haben wir darüber nachgedacht, was Leben bedeutet und wie wertvoll die Schöpfung Gottes ist. Besonders im Mittelpunkt stand dabei ein achtsamer und verantwortungsvoller Umgang mit Tieren, Pflanzen und der Natur.
Passend dazu durften wir eine erlebnisreiche Waldwoche erleben. Die Kinder waren der Natur und damit auch Gottes Schöpfung ganz nah. Mit großer Begeisterung beobachteten sie Tiere und Pflanzen, entdeckten den Wald mit allen Sinnen und sammelten zahlreiche Naturmaterialien.
Ein besonderes Erlebnis für unsere Jüngsten war das tägliche Füttern des Eichhörnchens „Puschel“, das regelmäßig vor unserem Fenster erschien und die Kinder besuchte. Auch die Hochbeet-Pflanzaktion der EDEKA-Stiftung bot den Kindern die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für Pflanzen zu übernehmen. Darüber hinaus sammelten wir gemeinsam Müll und setzten damit ein Zeichen für den Schutz unserer Umwelt.
Aus der Waldwoche brachten die Kinder einige Schnecken mit, die anschließend in einem Terrarium beobachtet und versorgt wurden. So konnten die Kinder das Leben der Tiere aus nächster Nähe kennenlernen und viel über ihre Bedürfnisse erfahren. Ein Mikroskop kam ebenfalls zum Einsatz: Mit großer Neugier untersuchten die Kinder Blumen, Blätter und weitere kleine Schätze aus der Natur und entdeckten dabei faszinierende Details.
Im zweiten Gebot stand das Miteinander im Mittelpunkt: „Wir passen aufeinander auf und übernehmen Verantwortung füreinander.“
Gemeinsam überlegten die Kinder, was einem guten Zusammenleben hilft und was ihm schadet. Welche Eigenschaften stärken Freundschaften und Gemeinschaft? Was macht uns stark als Gruppe und was kann Freundschaften belasten? In einem Legespiel konnten die Kinder ihre Gedanken anhand verschiedener Symbolbilder ausdrücken und miteinander ins Gespräch kommen.
Ein besonderer Höhepunkt war ein gemeinsames Frühstück im Freien bei herrlichem Wetter. Der gesamte Kindergarten verbrachte dabei wertvolle Zeit miteinander, spielte gemeinsam und erlebte Gemeinschaft ganz bewusst. Vertieft wurde das Thema durch das Bilderbuch „Das kleine Wir“, das den Kindern auf anschauliche Weise verdeutlichte, wie wichtig Zusammenhalt, Rücksichtnahme und gegenseitige Wertschätzung sind.